Inhalt der Seite ausdrucken Über die Ausstellung

Tipitapa en las Zonas Francas
(dt.: Tipitapa, in den Sonderwirtschaftszonen), ist eine Wanderausstellung mit Bildern, Texten, Objekten und Audioaufnahmen über Leben und Arbeit in der nicaraguanischen Stadt Tipitapa. 
Die Ausstellung wurde im April 2006 in Wien zum erstenmal gezeigt  und tourt seitdem durch Österreich, Nicaragua und Deutschland. Eine Station ist auch in den USA vorgesehen.

Arbeit in Zonas Francas  
Ein Viertel aller Einwohner/innen Tipitapas arbeitet in Zonas Francas (Maquilas), in denen steuerfrei Textilien für den Export produziert werden. Gründungen von Zona Franca Betrieben werden seit Anfang der neunziger Jahre in Nicaragua und in anderen Ländern verstärkt als Maßnahme gegen die Armutsbekämpfung gefördert. Die Löhne sichern jedoch nicht recht viel mehr als das Überleben der Arbeiter/innen. Kündigungen auf Grund von Schwangerschaft oder Krankheit und die Unterdrückung von Gewerkschaften sind gang und gäbe.

Die Ausstellung schildert das Leben und die Arbeit von fünf Familien in Tipitapa. Sie ordnet die spezifischen, persönlichen Geschichten der Einzelnen in den sozialen und ökonomischen Hintergrund Nicaraguas ein und nähert sich so der Frage: Sind Zonas Francas eine Chance für den Aufschwung oder nur eine Form der Ausbeutung billiger Arbeitskraft?

Vor Ort entwickelt  
Tipitapa en las Zonas Francas wurde vom 
internationalen Zentrum für Kultur- und Entwicklungszusammenarbeit 
Casa de los Tres Mundos in Nicaragua entwickelt 
und gemeinsam mit dem österreichischem Lateinamerikainstitut Wien und  der deutschen HEKO Gruppe produziert.